Den Umfang bestimmen zwei Dinge: wie viele Bauteile betroffen sind und in welchem Zustand der übrige Lack ist. Eine einzelne beschädigte Stelle wird zur Reparaturlackierung, mehrere benachbarte Bauteile zur Teillackierung – und erst ein flächig verwitterter oder rundum beschädigter Lack führt zur Vollackierung.
Voll-, Teil- und Reparaturlackierung stehen bei uns als drei getrennte Leistungen auf der Liste, weil sie drei verschiedene Aufgaben sind. Was davon zu Ihrem Fahrzeug passt, sehen wir am Lack – nicht am Kalender und nicht an der Fahrzeugklasse.
Reparaturlackierung: die kleinste Lösung
Hier wird nur der beschädigte Bereich eines Bauteils aufgebaut: schleifen, füllen, grundieren, lackieren, in die umliegende Fläche auslaufen lassen. Das ist der Weg für einen Kratzer, eine Schramme oder eine instand gesetzte Delle, solange der restliche Lack des Bauteils in Ordnung ist. Sie sparen Aufwand – und behalten den Originallack überall dort, wo er unbeschädigt ist.
Teillackierung: ganze Bauteile, nicht das ganze Auto
Bei der Teillackierung werden komplette Bauteile lackiert – etwa eine Tür, ein Seitenteil oder die Motorhaube. Das ist nötig, wenn der Schaden über die Fläche verteilt ist, wenn er bis an die Kanten reicht oder wenn nach einer Instandsetzung größere Bereiche neu aufgebaut werden müssen.
Häufig lackieren wir dabei ein angrenzendes Bauteil mit an. Das ist kein Mehraufwand um seiner selbst willen, sondern der einzige Weg, bei Metallic- und Effektlacken einen unsichtbaren Übergang zu erreichen: Der Farbton läuft dann über die Bauteilgrenze hinaus aus, statt an der Fuge zu springen.
Vollackierung: wenn der ganze Lack am Ende ist
Eine Vollackierung ist sinnvoll, wenn nahezu alle Bauteile betroffen sind, wenn der Lack flächig matt, rissig oder abgewittert ist oder wenn eine Farbe geändert werden soll. Dafür wird das Fahrzeug weitgehend demontiert, damit auch Falze und Kanten saubere Kanten bekommen – der Aufwand liegt hier nicht im Lackieren, sondern in der Vorbereitung.
Den Farbton treffen
Die entscheidende Arbeit passiert vor dem ersten Spritzer: Der Farbton muss bestimmt, gemischt und geprüft werden, bevor er aufs Fahrzeug kommt. Ein gealterter Lack entspricht nämlich nicht mehr exakt dem Werkscode – Sonne und Reinigung haben ihn verändert.
Wir arbeiten mit moderner Lackiertechnik und ausschließlich mit Material von Herstellern, denen Zuverlässigkeit so wichtig ist wie uns; zu unseren Material- und Zubehörpartnern gehören unter anderem die Lackhersteller Spies Hecker und Glasurit. Unser Betrieb ist von der Dekra als Lackier- und Karosseriefachbetrieb geprüft.
Vor dem Lack kommt das Blech
Lack ist eine Oberfläche, keine Reparatur. Verformungen werden vorher instand gesetzt, Kunststoffteile mit der Kunststoffreparatur wieder aufgebaut, und bei unversehrtem Lack kann sogar ganz auf Farbe verzichtet werden – siehe Ausbeulen ohne Lackieren. Die vollständige Liste unserer Arbeiten finden Sie in der Übersicht unserer Karosserie- und Lackierleistungen.
Was den Aufwand bestimmt
Preise nennen wir erst, wenn wir das Fahrzeug gesehen und den Schaden kalkuliert haben. Welche Punkte den Aufwand nach oben treiben, können wir aber vorher sagen:
- Anzahl und Größe der betroffenen Bauteile.
- Farbton: Uni-Lacke sind einfacher als Metallic-, Perl- und Mehrschichtlacke.
- Demontageaufwand – Anbauteile, Leisten, Dichtungen, Scheiben.
- Zustand des Untergrunds: Rost, Vorschäden oder fremde Lackschichten machen Mehrarbeit.
- Notwendige Blech- oder Kunststoffarbeiten vor der Lackierung.
Zum Schluss: Fahrzeugaufbereitung
Wenn schon frischer Lack auf dem Fahrzeug ist, fällt der Rest erst richtig auf. Auf Wunsch übernehmen wir deshalb die Fahrzeugaufbereitung gleich mit, damit das Auto nicht halb neu und halb ungepflegt zurückkommt.